Christiane Stötzel

Praxis für Podologie

 

 

Berufsbild der Podologie

Abgeleitet vom griechischen Podos (=Fuß) ist die Podologie ein Heilberuf, der sich mit der Behandlung, Prophylaxe sowie der Beratung rund um die Füße und deren Krankheitsbilder befasst.
Ein Beruf, der nach einer qualifizierten zweijährigen Vollzeitausbildung mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen wird und den bisherigen Beruf des medizinischen Fußpflegers, der aufgrund fehlender Ausbildungsstandards stark in die Kritik geraten ist, ersetzt und deutlich erweitert.

Ziel des Gesetzgebers war die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Podologen mit dem behandelnden Arzt und dem Patient sowie die Schaffung von Qualitätsstandards zur Sicherung des Behandlungserfolges, auch und hauptsächlich vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Amputationsrate aufgrund der Falschbehandlung des diabetischen Fußsyndroms.

Bis zum Inkrafttreten des neuen Podologengesetzes am 01.01.2002 konnte sich jeder Medizinischer Fußpfleger nennen. Die Ausbildung erfolgte in Crashkursen bei selbsternannten und keiner staatlichen Kontrolle unterliegenden Lehrinstituten und dauerte im Extremfall nur zwei Tage, im Normalfall vier bis sechs Wochen, wobei die reine Unterrichtszeit inklusive praktischer Anleitung im Durchschnitt sechzig bis achtzig Stunden betrug.

Dass bei solch kurzer Unterrichtsdauer weder komplexes medizinisches Wissen noch Kenntnisse bezüglich Hygiene und medikamentöser Versorgung vermittelt werden konnten, liegt auf der Hand. Die Folgen hiervon waren oftmals katastrophale Verhältnisse sowohl in medizinischer als auch in hygienischer Hinsicht.

In der podologischen Ausbildung hingegen werden solche Kenntnisse in ca. 2000 Unterrichtsstunden erworben, wodurch sich der Podologe als anerkannter Heilberuf qualifiziert und in einer Reihe mit Ergotherapeuten, Masseuren etc. den behandelnden Ärzten und den Patienten mit Rat und Tat zur Seite steht, Therapiepläne erarbeitet und die zum Behandlungserfolg notwendigen Maßnahmen ergreift.